Features aus Visual Studio 2013 Preview

Gestern wurde am ersten Tag der Build Konferenz //build/ in San Francisco bekanntgegeben, dass die Preview-Versionen von Visual Studio 2013 und Team Foundation Server 2013 zum Download bereitstehen. Visual Studio 2013 kann „side by side“ zu einer anderen Visual Studio Version installiert werden.

Zusätzlich zu den bereits auf der TechEd 2013 North bekanntgegebenen Features (CodeLense, Load Testing in der Cloud, etc.) sind unter anderem folgende Neuerungen in der Preview enthalten.

Profile Roaming

Brain Harry beschreibt in seinem Blog ein Feature, dass er als „Connected IDE“ beschreibt. Schon beim ersten Start nach der Installation von Visual Studio 2013 Preview wird man gefragt, ob man sich mit den Online Developer Services verbinden möchte.

VS2013Preview_FirstStart

Abbildung 1: Sign into Visual Studio

Die Anmeldung an den Online Developer Services erfolgt durch einen Microsoft Account. Man erhält dadurch die Möglichkeit Visual Studio zu personalisieren und die getroffenen Einstellungen in einem eigenen Profil zu speichern. Dieses Profil kann von jedem Rechner aus wieder geladen werden.

Wenn Visual Studio mit einem Profil verbunden ist, wird der Profilname im rechten oberen Eck angezeigt.

VS2013_SignInAbbildung 2: User Profil in Visual Studio

Folgende Kategorien können zwischen verschiedenen Rechnern synchronisiert werden:

  • Appearance (Theme, Fonts and Colors)
  • Environment Aliases
  • Keyboard Shortcuts
  • Startup
  • Text Editor

Das Menü für die Einstellungen findet man in Tools | Options | Environment | Synchronized Setting.

Farben kehren zurück

Visual Studio 2013 Preview enthält wieder mehr Farbe. Die Icons für z.B. Speichern oder Öffnen sind wieder bunt und nicht länger grau. Ebenso ist die Ordner-Farbe im Solution Explorer wieder ordner-typisch gelb und nicht mehr im einheitlichen Grau.

VS2013Preview_IconsExplorerAbbildung 3: Icons und Ordner sind wieder farbig

Der Team Explorer bekommt farbige Kacheln anstelle der grauen Hyperlinks.

VS2013Preview_TeamExplorer

Abbildung 4: Neuer Team Explorer

Dadurch wirkt die ganze Studio-Oberfläche aufgelockerter und etwas freundlicher.

Scroll Bar Kontextmenü

Die Scrollbar des Text-Editors erhält ein Kontextmenü. In diesem Menü stehen Punkte wie „Scroll Here“, „Page up“ & „Page down“ und „Scroll up“ & „Scroll down“ zur Verfügung. Dadurch sollen User gezielter im Source Code navigieren können und sich ebenso durch zahlreiche Annotations (Markierungen) besser zurechtfinden.

VS2013Preview_ScrollKontextAbbildung 5: Kontextmenü in der Text-Editor Scrollbar

Die zahlreichen Annotations lassen sich im Menü Tools | Options | Text Editor | All Languages | Scroll Bars an- und abwählen:

  • Show changes
  • Show Marks
  • Show Errors
  • Show Caret Position

Ausserdem kann der Anwender zwischen zwei Modi wählen – dem herkömmlichen Scrollbar Modus oder dem Map Modus. In diesem „map mode“ wird anstelle der Scrollbar eine kleinere Ansicht des kompletten Code-Files angezeigt, so dass man jederzeit sieht, an welcher Stelle des Codes man sich befindet.

VS2013Preview_MapAbbildung 6: Scroll-Map anstelle der Scrollbar

Performance and Diagnostics

Der „Performance and Diagnostics“ Hub bietet erweiterte Diagnose-Möglichkeiten, um z.B. „CPU Sampling“, „Energy Consumption“ und „XAML UI Responsiveness“ in Windows Store Apps auszuwerten.

VS2013Preview_energyconsumptionAbbildung 7: Energy-Verbrauch einer Windows Store App (Screenshot von Brian Harry’s Blog)

Für Java-Script Store Apps gibt es zusätzlich die Funktionen „JavaScript Memory“ und „JavaScript Profiler“.

Weitere Features

“Peek Definition” in Text-Editor, “Browser-Link” (Refreshes Browsers during Debug-Session), Erweiterte Dump-File Analyse, etc.

Hinweis: Wenn ein Projekt sowohl mit VS2012 als auch mit VS2013 bearbeitet werden soll, dann ist es sehr zu empfehlen VS2012 Update 3 zuvor zu installieren.

Weitere Informationen sind auf folgenden Seiten zu finden: