Update TFS 2013 Preview und VS 2013 Preview auf Release Candidate

Seit ein paar Tagen ist der Release Candidate für den Team Foundation Server 2013 und Visual Studio 2013 verfügbar und es wird langsam Zeit, dass meine Demo-Umgebung ein Upgrade bekommt.

In meinen Vorträgen verwende ich eine virtuelle Maschine, um den Teilnehmern die Features von Team Foundation Server oder Visual Studio demonstrieren zu können. Da ich nächste Woche in Ingolstadt zu Gast bin und natürlich auch auf dem neuesten Stand sein möchte, habe ich beschlossen meine Demo-Umgebung zu aktualisieren.

Das System ist ein Windows Server 2012 (Standard Edition) mit installierten SQL Server 2012. Das Datenbank Volumen hält sich in Grenzen und so dauert das Update für den Team Foundation Server ungefähr eine Stunde. Visual Studio ist nach ungefähr 15 Minuten aktualisiert.

Notwendige Voraussetzungen

  • Installationsmedien für TFS 2013 RC und Visual Studio 2013 RC
  • Accounts und Passwörter für TF Service und Report Reader

Installation des Team Foundation Server 2013 RC (ca. 20min)

Sehr erfreulich ist, dass man vor der Installation des TFS 2013 RC nicht den alten Server (TFS 2013 Preview) per Hand deinstallieren muss. Das übernimmt alles der Installation-Assistent.

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Abbildung 1: Installation Team Foundation Server 2013 RC

Die Installation wird durch mehrere Neustarts unterbrochen. Die erste Komponente, die einen Neustart erfordert, ist die C++ 2013 Runtime.

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Abbildung 2: Neustart wegen C++ 2013 Runtime

Der nächste Neustart wird durch das Paket KB2872772 ausgelöst. Das ist ein Update-Paket des .NET Framework 4.5.1 (RC) für Windows 8 und Windows Server 2012.

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Abbildung 3: Neustart wegen .NET Framework 4.5.1 (RC)

Nach der erfolgreichen Installation startet der Upgrade Wizard des Team Foundation Server.

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Abbildung 4: Upgrade Wizard TFS 2013 RC

Upgrade von TFS 2013 Preview auf TFS 2013 RC (ca. 35min)

Im ersten Schritt des Upgrade werden die Datenbank Schemata angepasst. Da die Anpassungen nicht reversible ist, sollte man sicher gehen, dass ein Backup der Daten vorhanden ist. In meinem Fall (Demo-Daten) ist das nicht so relevant wie es in einem Produktiv-System wäre, aber ich werde trotzdem ein Backup erstellen. Mit Hilfe des Backup Assistenten geht das auch ziemlich einfach.

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Abbildung 5: 1. Schritt – Upgrade der Datenbank

Im Backup Assistent kann man die Datenbanken für das Backup aus- und abwählen, bevor das Backup durchgeführt wird.

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Abbildung 6: 2. Schritt – Backup der Datenbanken erstellen

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Abbildung 7: 2. Schritt – Backup erfolgreich

Zurück im Upgrade Wizard! Alle wichtigen Schritte werden mit einem gelben Warnhinweis versehen. So muss z.B. nach dem Backup eine Checkbox zur Bestätigung  ausgewählt werden, bevor der Wizard auf die nächste Seite springen kann.

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Abbildung 8: 3. Schritt – TF Service Account angeben

Ich hatte auch in der Preview Version das Reporting konfiguriert, deswegen führe ich auch ein Upgrade für das Reporting durch. Theoretisch kann man das Reporting auch nachgelagert anpassen und jetzt überspringen.

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Abbildung 9: 4. Schritt – Reporting konfigurieren

Der nächste wichtige Schritt, der ein Eingreifen erfordern könnte (gelbes Warnzeichen), ist die Auswahl der Warehouse-DB.

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Abbildung 10: 4. Schritt – Auswahl TFS Warehouse

Anschließend muss noch der Report Reader Account verifiziert werden, bevor der Bereich „Reporting“ abgeschlossen werden kann.

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Abbildung 11: 5. Schritt – Angabe Report Reader Account

Eine Sharepoint Instanz habe ich nicht, deswegen fällt der nächste Punkte „Configure SharePoint Products“ auch aus.

Bevor der eigentliche Upgrade Prozess startet, überprüft das System noch einmal alle Voraussetzungen und Einstellungen. Dabei kann es vorkommen, dass das eine oder andere noch nicht stimmt. In meinem Fall sollte z.B. nochmal ein Neustart des Servers durchgeführt werden.

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Abbildung 12: 6. Schritt – Readiness Checks

Im zweiten Anlauf war der Readiness Check erfolgreich. Es wurde nur angemerkt, dass mein Team Foundation Service Account und der Report Reader Account gleich sind, was theoretisch möglich, aber in einer Produktiv-Umgebung unbedingt vermieden werden sollte. Ich werde trotzdem fortfahren…

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Abbildung 13: 6. Schritt – erfolgreiche Readiness Checks

Nun kann der Upgrade Prozess gestartet werden und nach einer knappen halben Stunde ist der komplette Upgrade-Assistent durchlaufen und alle Werte stehen auf grün.

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Abbildung 14: Upgrade TFS 2013 RC erfolgreich

Zu guter Letzt überprüfe ich noch in der TFS Admin Console, ob die richtige Version angezeigt wird und teste, ob der Web Access erreichbar ist bzw. ob in meinem Test Team Projekt noch alle Work Items verfügbar sind.

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Abbildung 15: TFS Web Access

Upgrade Visual Studio 2013 Preview auf Visual Studio 2013 RC (ca. 15min)

Die Installation von Visual Studio verläuft erwartungsgemäß unspektakulär. Man sollte nur darauf achten, dass ausreichend Festplattenplatz zur Verfügung steht.

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Abbildung 16: Installation Visual Studio 2013 RC

Nach Abschluss der Installation muss noch einmal ein Neustart des Systems erfolgen. Danach ist der Upgrade komplett. Auch für Visual Studio war keine Deinstallation der alten Visual Studio Version notwendig.